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Gastroenteritis (Magen-Darm-Infekt)

Wenn Magen und Darm durch eine Infektion aus dem Gleichgewicht geraten

Die Gastroenteritis ist eine häufige Erkrankung des Verdauungssystems, die durch verschiedene Krankheitserreger ausgelöst werden kann. Dabei entzünden sich die Schleimhäute von Magen und Darm. Die Erkrankung beginnt meist plötzlich und äußert sich durch Durchfall, Übelkeit, Erbrechen und Bauchkrämpfe. In vielen Fällen heilt ein Magen-Darm-Infekt innerhalb weniger Tage von selbst aus. Eine ärztliche Abklärung ist jedoch wichtig, wenn Beschwerden stark ausgeprägt sind oder länger anhalten.

Ursachen & Symptome

Eine Gastroenteritis wird meist durch Viren oder Bakterien verursacht, die über verunreinigte Lebensmittel, Wasser oder direkten Kontakt übertragen werden. Häufige Erreger sind Noroviren, Rotaviren oder bestimmte Bakterien wie Salmonellen oder Campylobacter.

Typische Symptome eines Magen-Darm-Infekts sind plötzlich auftretender Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Viele Betroffene klagen außerdem über Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit oder allgemeines Krankheitsgefühl. In manchen Fällen können auch leichtes Fieber oder Kreislaufbeschwerden auftreten.

Bei starkem Flüssigkeitsverlust, anhaltendem Erbrechen oder hohem Fieber sollte eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Besonders bei Säuglingen, älteren Menschen oder Personen mit Vorerkrankungen kann ein Magen-Darm-Infekt schneller zu Kreislaufproblemen führen. Auch blutiger Durchfall oder starke Bauchschmerzen sollten umgehend medizinisch abgeklärt werden.

Vorsorge

Eine wichtige Maßnahme zur Vorbeugung von Magen-Darm-Infekten ist eine sorgfältige Hygiene. Regelmäßiges Händewaschen, insbesondere nach dem Toilettengang und vor dem Essen, kann das Risiko einer Ansteckung deutlich reduzieren. Auch eine hygienische Zubereitung und Lagerung von Lebensmitteln spielt eine wichtige Rolle. In Gemeinschaftseinrichtungen können zusätzliche Hygienemaßnahmen helfen, die Ausbreitung von Infektionen zu verhindern.

Abklärung

Die Diagnose einer Gastroenteritis erfolgt meist anhand der typischen Beschwerden und der Krankengeschichte. In vielen Fällen sind keine umfangreichen Untersuchungen erforderlich. Bei schweren oder länger anhaltenden Beschwerden kann eine Untersuchung von Stuhlproben durchgeführt werden, um den Erreger zu bestimmen. Ergänzend können Blutuntersuchungen Hinweise auf Flüssigkeitsverluste oder Entzündungen geben.

Behandlung

Die Behandlung einer Gastroenteritis zielt vor allem darauf ab, den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust auszugleichen. Wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, beispielsweise durch Wasser, Tee oder spezielle Elektrolytlösungen. Bei schweren Verläufen kann eine Behandlung im Krankenhaus erforderlich sein, um Flüssigkeit über Infusionen zuzuführen. Antibiotika werden nur in bestimmten Fällen eingesetzt, etwa bei bakteriellen Infektionen.

Nachsorge

Nach einem Magen-Darm-Infekt benötigt der Körper häufig einige Zeit, um sich vollständig zu erholen. Die Ernährung wird meist schrittweise wieder aufgebaut, beginnend mit leicht verdaulichen Speisen. Wichtig ist weiterhin eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Bei anhaltenden Beschwerden oder erneuten Symptomen sollte eine ärztliche Kontrolle erfolgen.

ICD-10-Codes

A09 – Sonstige und nicht näher bezeichnete Gastroenteritis und Kolitis infektiösen Ursprungs
bis
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