116 117
112
+49 30 223 1128
+49 30 223 3753
+49 180 5868 222 111
+49 800 228 228 0

Bronchiolitis (Entzündung der kleinen Atemwege)

Wenn die kleinsten Atemwege entzündet sind

Bei einer Bronchiolitis entzünden sich die kleinsten Verzweigungen der Atemwege in der Lunge. Dadurch schwellen die Bronchiolen an und können sich mit Schleim füllen, was die Atmung erschwert. Besonders häufig betrifft die Erkrankung Säuglinge und Kleinkinder in den ersten Lebensjahren. Die Beschwerden beginnen oft mit Symptomen einer Erkältung und können sich anschließend auf die unteren Atemwege ausweiten. Eine frühzeitige ärztliche Abklärung hilft, den Verlauf zu beurteilen und Komplikationen zu vermeiden.

Ursachen & Symptome

Bronchiolitis wird meist durch Viren ausgelöst, die die Schleimhäute der Atemwege infizieren. Besonders häufig ist das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) verantwortlich, aber auch andere Erkältungsviren können die Erkrankung verursachen. Die Viren werden in der Regel durch Tröpfcheninfektion übertragen, zum Beispiel beim Husten oder Niesen.

Typische Symptome einer Bronchiolitis sind Husten, beschleunigte Atmung und pfeifende Atemgeräusche. Viele Kinder haben außerdem Schnupfen, leichtes Fieber oder trinken schlechter als gewöhnlich. In schwereren Fällen kann die Atmung deutlich angestrengt sein.

Bei Säuglingen und kleinen Kindern sollte auf Anzeichen einer erschwerten Atmung besonders geachtet werden. Dazu gehören schnelle Atmung, Einziehungen zwischen den Rippen oder bläuliche Lippen. In solchen Fällen sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Eine frühzeitige medizinische Betreuung kann helfen, schwere Verläufe rechtzeitig zu erkennen.

Vorsorge

Da Bronchiolitis meist durch Viren ausgelöst wird, spielen allgemeine Hygienemaßnahmen eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung. Häufiges Händewaschen und das Vermeiden engen Kontakts mit erkälteten Personen können das Risiko einer Ansteckung reduzieren. Besonders bei Säuglingen ist es sinnvoll, Menschenansammlungen während der Erkältungssaison möglichst zu vermeiden. Für bestimmte Risikogruppen kann eine vorbeugende medizinische Maßnahme gegen RSV in Betracht gezogen werden.

Abklärung

Die Diagnose einer Bronchiolitis erfolgt meist anhand der typischen Beschwerden und einer körperlichen Untersuchung. Dabei achtet die Ärztin oder der Arzt besonders auf Atemgeräusche und die Atemfrequenz. In den meisten Fällen sind keine umfangreichen Untersuchungen notwendig. Bei schwereren Verläufen können zusätzliche Untersuchungen erfolgen, um den Sauerstoffgehalt im Blut oder mögliche Komplikationen zu beurteilen.

Behandlung

Die Behandlung einer Bronchiolitis richtet sich nach dem Schweregrad der Beschwerden. In vielen Fällen steht eine unterstützende Behandlung im Vordergrund, etwa durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr und das Freihalten der Atemwege. Bei stärker ausgeprägten Symptomen kann eine stationäre Behandlung erforderlich sein, beispielsweise zur Sauerstoffgabe oder zur Überwachung der Atmung. Antibiotika sind meist nicht notwendig, da Bronchiolitis in der Regel durch Viren verursacht wird.

Nachsorge

Nach einer Bronchiolitis erholen sich die meisten Kinder innerhalb einiger Wochen vollständig. Husten oder leichte Atemgeräusche können jedoch noch eine Zeit lang bestehen bleiben. Wichtig ist, auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und eine ruhige Erholungsphase zu achten. Bei anhaltenden oder sich verschlechternden Beschwerden sollte erneut eine ärztliche Untersuchung erfolgen.

ICD-10-Codes

J21 – Akute Bronchiolitis
bis
Es wurden keine Einträge gefunden.