116 117
112
+49 30 223 1128
+49 30 223 3753
+49 180 5868 222 111
+49 800 228 228 0

COPD (Chronisch obstruktive Lungenerkrankung – „Raucherlunge“)

Chronische Atemwegserkrankungen erkennen und die Lungenfunktion stabilisieren

Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine langfristige Erkrankung der Atemwege, bei der die Bronchien dauerhaft verengt sind. Dadurch wird der Luftstrom in der Lunge behindert und die Atmung fällt zunehmend schwerer. Die Erkrankung entwickelt sich meist langsam über viele Jahre. Besonders häufig tritt COPD bei Menschen auf, die über längere Zeit Tabakrauch ausgesetzt waren. Eine frühzeitige Diagnose und eine gezielte Behandlung können helfen, Beschwerden zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Ursachen & Symptome

Die häufigste Ursache für COPD ist langjähriges Rauchen. Auch Passivrauchen kann das Risiko erhöhen. Darüber hinaus können Luftverschmutzung, Feinstaub oder berufliche Belastungen durch Staub und chemische Stoffe eine Rolle spielen. In seltenen Fällen liegt eine genetische Veranlagung vor, beispielsweise ein Alpha-1-Antitrypsin-Mangel.

Typische Symptome der COPD sind chronischer Husten, vermehrter Auswurf und zunehmende Atemnot. Die Beschwerden treten zunächst häufig bei körperlicher Belastung auf und können im Verlauf auch in Ruhe bestehen. Viele Betroffene bemerken eine verminderte körperliche Leistungsfähigkeit. In fortgeschrittenen Stadien kann das Atmen deutlich erschwert sein.

Eine zunehmende Atemnot, stärkerer Husten oder vermehrter Auswurf können auf eine Verschlechterung der COPD hinweisen. In solchen Fällen sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Besonders wichtig ist der Verzicht auf Rauchen, da dies den Krankheitsverlauf deutlich beeinflussen kann. Eine konsequente Behandlung und regelmäßige Kontrollen helfen, die Erkrankung besser zu kontrollieren.

Vorsorge

Die wichtigste Maßnahme zur Vorbeugung von COPD ist der Verzicht auf Rauchen. Auch das Meiden von Passivrauchen kann das Risiko deutlich reduzieren. Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz, beispielsweise bei Staubbelastung, können ebenfalls zur Vorbeugung beitragen. Regelmäßige ärztliche Untersuchungen können helfen, erste Anzeichen einer chronischen Lungenerkrankung frühzeitig zu erkennen. Eine gesunde Lebensweise unterstützt zusätzlich die Lungenfunktion.

Abklärung

Bei Verdacht auf COPD erfolgt zunächst eine ausführliche Befragung zu Beschwerden und Risikofaktoren. Anschließend werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt, um die Lungenfunktion zu beurteilen. Eine zentrale Untersuchung ist die Spirometrie, bei der das Atemvolumen und der Luftstrom gemessen werden. Ergänzend können bildgebende Verfahren oder Blutuntersuchungen eingesetzt werden. Diese Diagnostik hilft dabei, den Schweregrad der Erkrankung zu bestimmen.

Behandlung

Die Behandlung der COPD zielt darauf ab, Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Häufig werden Medikamente eingesetzt, die die Atemwege erweitern und Entzündungen reduzieren. Zusätzlich spielen nicht-medikamentöse Maßnahmen eine wichtige Rolle. Dazu gehören Atemtherapie, Bewegungstraining und eine strukturierte Lungensport- oder Rehabilitationsbehandlung. In fortgeschrittenen Stadien kann auch eine Sauerstofftherapie erforderlich sein.

Nachsorge

Bei COPD sind regelmäßige ärztliche Kontrollen wichtig, um den Krankheitsverlauf zu überwachen. Dabei werden Lungenfunktion, Symptome und Medikamenteneinstellung überprüft. Patienten erhalten häufig Empfehlungen zu Bewegung, Atemtechniken und zur Vermeidung von Infektionen. Auch Impfungen gegen Grippe oder Pneumokokken können empfohlen werden. Ziel der Nachsorge ist es, die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.

ICD-10-Codes

J44 – Chronisch obstruktive Lungenerkrankung

Zuständige Fachbereiche

bis
Es wurden keine Einträge gefunden.