Arthroskopie (Gelenkspiegelung)

Dr. Marco Bianchi
Minimalinvasive Diagnostik und Therapie im Gelenk
Bei einer Arthroskopie wird ein Gelenk mit einer kleinen Kamera und speziellen Instrumenten untersucht. Über sehr kleine Hautschnitte können Schäden im Gelenk erkannt und oft direkt behandelt werden. Häufig betrifft der Eingriff Knie-, Schulter-, Sprung- oder Hüftgelenk. Das Verfahren ist besonders schonend und ermöglicht meist eine schnelle Erholung. Ziel ist die genaue Diagnostik und möglichst direkte Behandlung von Gelenkproblemen.
Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?
Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?
Vor der Arthroskopie erfolgen eine orthopädische Untersuchung und gegebenenfalls eine MRT-Bildgebung. Blutwerte und allgemeiner Gesundheitszustand werden überprüft. Blutverdünnende Medikamente müssen gegebenenfalls angepasst werden. In einem Aufklärungsgespräch werden Ablauf und Risiken erläutert. Sie erscheinen nüchtern zum Eingriff.
Wie ist der Ablauf des Eingriffs?
Die Arthroskopie erfolgt über kleine Hautschnitte, durch die eine Kamera und feine Instrumente in das Gelenk eingeführt werden. Das Gelenk wird mit steriler Flüssigkeit gefüllt, um die Strukturen besser sichtbar zu machen. Schäden an Knorpel, Bändern oder Menisken können direkt behandelt werden. Anschließend werden die Instrumente entfernt und die kleinen Hautschnitte verschlossen. Ein Verband stabilisiert das Gelenk.
Dauer
Narkose
Drainagen
Hautfäden
Stationärer Aufenthalt
Postoperativ
Verträglichkeit
Wie läuft die Nachsorge ab?
Das Gelenk sollte in den ersten Tagen geschont und regelmäßig gekühlt werden. Physiotherapie unterstützt die Wiederherstellung der Beweglichkeit. Belastung und sportliche Aktivitäten werden schrittweise gesteigert. Kontrolltermine sichern den Heilungsverlauf. Die genaue Nachbehandlung richtet sich nach dem behandelten Gelenk und dem Befund.
Was sind die Risiken des Eingriffs?
Wie bei jedem operativen Eingriff können Infektionen oder Blutergüsse auftreten. Vorübergehende Schwellungen oder Schmerzen im Gelenk sind möglich. In seltenen Fällen kann es zu Verletzungen von Knorpel oder Nerven kommen. Thrombosen sind ebenfalls seltene Komplikationen. Das individuelle Risiko wird im Aufklärungsgespräch erläutert.