Hirndruckmessung
Den Druck im Gehirn sicher überwachen
Bei der Hirndruckmessung wird der Druck im Schädelinneren kontinuierlich gemessen. Der sogenannte intrakranielle Druck kann bei verschiedenen Erkrankungen oder Verletzungen des Gehirns ansteigen und muss dann engmaschig überwacht werden. Dafür wird ein spezieller Messsensor in das Schädelinnere eingebracht. Die Messwerte werden fortlaufend überwacht und dokumentiert. Die Hirndruckmessung ist ein wichtiger Bestandteil der intensivmedizinischen Behandlung neurologischer Erkrankungen.
In welchen Fällen wird die Untersuchung vorgenommen?
Eine Hirndruckmessung wird bei schweren Schädel-Hirn-Verletzungen, Hirnblutungen oder ausgeprägten Hirnschwellungen durchgeführt. Auch bei bestimmten Tumorerkrankungen des Gehirns oder nach neurochirurgischen Eingriffen kann eine Überwachung des Hirndrucks erforderlich sein. Ziel ist es, gefährliche Drucksteigerungen frühzeitig zu erkennen und entsprechend zu behandeln. Die Untersuchung ist eng verknüpft mit intensivmedizinischen Therapien und neurochirurgischen Behandlungen.
Wie ist der Ablauf der Untersuchung?
Die Hirndruckmessung erfolgt unter sterilen Bedingungen meist im Operationssaal oder auf der Intensivstation. Dabei wird ein dünner Messsensor über eine kleine Öffnung im Schädelknochen in das Gehirn oder in die Hirnkammern eingeführt. Der Sensor ist mit einem Monitor verbunden, der den Hirndruck kontinuierlich anzeigt. Während der gesamten Überwachung werden die Werte durch das Behandlungsteam kontrolliert. Der Eingriff erfolgt unter Betäubung und ist für Patientinnen und Patienten in der Regel nicht schmerzhaft.
Dauer der Untersuchung
Was ist zu beachten?
Die Vorbereitung erfolgt im Rahmen der intensivmedizinischen Behandlung und wird individuell durch das Behandlungsteam festgelegt. Vor dem Einbringen des Messsystems erfolgt eine sterile Vorbereitung des Eingriffsbereichs. Während der Überwachung werden die Messwerte regelmäßig kontrolliert und in die Behandlung einbezogen. Nach Beendigung der Überwachung wird der Messsensor wieder entfernt. Weitere Maßnahmen richten sich nach der zugrunde liegenden Erkrankung.
