Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse)

Prof. Dr. Aleksandar Petrovic
Dialyse im natürlichen Filtersystem des Körpers
Die Peritonealdialyse ist eine Form der Nierenersatztherapie bei Nierenversagen. Im Gegensatz zur Hämodialyse erfolgt die Blutreinigung nicht über eine Maschine außerhalb des Körpers. Bei der Peritonealdialyse wird Dialyseflüssigkeit über einen Katheter in die Bauchhöhle eingebracht. Das Bauchfell übernimmt dabei die Funktion einer natürlichen Filtermembran. Schadstoffe und überschüssige Flüssigkeit werden aus dem Blut in die Dialyseflüssigkeit abgegeben.
Wann wird die Therapie angewendet?
Die Peritonealdialyse wird bei chronischem Nierenversagen eingesetzt, wenn die Nieren ihre Aufgaben nicht mehr ausreichend erfüllen können. Sie stellt eine Alternative zur Hämodialyse dar. Besonders geeignet ist die Peritonealdialyse für Patientinnen und Patienten, die eine flexible und oft häusliche Behandlung wünschen.
Ablauf und Dauer der Therapie
Bei der Peritonealdialyse wird zunächst ein spezieller Dialysekatheter in die Bauchhöhle eingesetzt. Über diesen Katheter wird Dialyseflüssigkeit eingefüllt, die mehrere Stunden im Bauchraum verbleibt. Während dieser Zeit findet der Stoffaustausch über das Bauchfell statt. Anschließend wird die Flüssigkeit wieder abgelassen und durch frische Dialyseflüssigkeit ersetzt.
Es gibt unterschiedliche Formen der Peritonealdialyse. Bei der kontinuierlichen ambulanten Peritonealdialyse erfolgen mehrere Flüssigkeitswechsel über den Tag verteilt. Bei der automatisierten Peritonealdialyse übernimmt ein Dialysegerät die Flüssigkeitswechsel meist während der Nacht.
Vorbereitung und Nachsorge
Vor Beginn der Peritonealdialyse werden Patientinnen und Patienten umfassend geschult. Dazu gehören hygienische Maßnahmen, der Umgang mit dem Dialysekatheter und der Ablauf der Therapie. Regelmäßige ärztliche Kontrollen begleiten die Peritonealdialyse langfristig.