Nierenbiopsie (Gewebeprobe aus der Niere)

Dr. Farhad Rahimi
Präzise Diagnostik bei unklaren Nierenerkrankungen
Erkrankungen der Niere lassen sich nicht immer allein durch Blut- oder Urinuntersuchungen eindeutig bestimmen. Die Nierenbiopsie ermöglicht eine direkte Untersuchung des Nierengewebes. Dabei wird unter Ultraschallkontrolle eine feine Nadel in die Niere eingeführt. Die entnommene Gewebeprobe wird anschließend im Labor detailliert untersucht. Ziel ist eine sichere Diagnose als Grundlage für eine gezielte Therapie.
Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?
Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?
Vor der Nierenbiopsie werden Blutwerte, insbesondere die Blutgerinnung, überprüft. Blutverdünnende Medikamente müssen gegebenenfalls vorübergehend pausiert werden. Die Untersuchung erfolgt meist nüchtern. Ein Aufklärungsgespräch erläutert Ablauf und mögliche Risiken. Vor dem Eingriff erfolgt eine Ultraschallkontrolle der Nieren.
Wie ist der Ablauf des Eingriffs?
Die Nierenbiopsie erfolgt meist in Bauchlage unter Ultraschallkontrolle. Nach örtlicher Betäubung der Haut wird eine feine Hohlnadel gezielt in die Niere eingeführt. Die Gewebeentnahme dauert nur wenige Sekunden. Anschließend wird die Punktionsstelle verbunden. Danach erfolgt eine mehrstündige Überwachung.
Dauer
Narkose
Drainagen
Hautfäden
Stationärer Aufenthalt
Postoperativ
Verträglichkeit
Wie läuft die Nachsorge ab?
Nach der Nierenbiopsie sollten Sie sich für etwa 24 Stunden körperlich schonen. Schweres Heben und körperliche Belastung sollten einige Tage vermieden werden. Urin und Blutdruck werden kontrolliert, um mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen. Das Ergebnis der Gewebeuntersuchung liegt meist nach wenigen Tagen vor. Bei Schmerzen, Fieber oder Blut im Urin sollte ärztlicher Kontakt aufgenommen werden.
Was sind die Risiken des Eingriffs?
In seltenen Fällen kann es zu Blutungen im Bereich der Niere kommen. Leichte Blutbeimengungen im Urin sind nach einer Nierenbiopsie möglich. Sehr selten treten stärkere Blutungen oder Verletzungen benachbarter Organe auf. Infektionen sind äußerst selten. Das individuelle Risiko wird im Aufklärungsgespräch erläutert.