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Koronarangiographie (Katheteruntersuchung am Herzen)

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Oberärztin Kardiologie (Interventionelle Kardiologie / Herzkatheter)

Dr. Katharina Hoffmann

Die Herzkranzgefäße präzise sichtbar machen

Die Herzkatheteruntersuchung, auch Koronarangiographie genannt, ist ein wichtiges Verfahren zur Untersuchung der Herzkranzgefäße. Über einen dünnen Katheter werden Kontrastmittel und Röntgenbilder genutzt, um die Durchblutung des Herzens darzustellen. So können Verengungen oder Verschlüsse der Herzgefäße zuverlässig erkannt werden. Die Untersuchung spielt eine zentrale Rolle bei der Diagnose der koronaren Herzkrankheit. In vielen Fällen können während derselben Untersuchung bereits therapeutische Maßnahmen wie eine Ballondilatation oder Stentimplantation durchgeführt werden.

In welchen Fällen wird die Untersuchung vorgenommen?

Die Herzkatheteruntersuchung wird bei Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit durchgeführt. Typische Gründe sind Brustschmerzen, Belastungsangina oder auffällige Befunde aus EKG, Belastungs-EKG oder Echokardiographie. Auch nach einem Herzinfarkt dient die Koronarangiographie der genauen Beurteilung der Herzkranzgefäße. Darüber hinaus wird sie eingesetzt, um den Schweregrad von Gefäßverengungen zu bestimmen und eine geeignete Therapieplanung zu ermöglichen. Die Untersuchung erfolgt meist im Rahmen einer kardiologischen Diagnostik oder bei akuten Herzbeschwerden.

Wie ist der Ablauf der Untersuchung?

Die Herzkatheteruntersuchung erfolgt in einem spezialisierten Herzkatheterlabor unter sterilen Bedingungen. Der Katheter wird meist über eine Arterie am Handgelenk oder in der Leiste eingeführt und vorsichtig bis zum Herzen vorgeschoben. Über den Katheter wird Kontrastmittel in die Herzkranzgefäße eingespritzt, während gleichzeitig Röntgenaufnahmen erstellt werden. Dadurch werden die Gefäße und mögliche Engstellen sichtbar. Die Untersuchung erfolgt in örtlicher Betäubung und wird von Patientinnen und Patienten in der Regel gut toleriert.

Dauer der Untersuchung

Die Herzkatheteruntersuchung dauert meist etwa 30 bis 60 Minuten, erste Ergebnisse liegen in der Regel unmittelbar nach der Untersuchung vor.

Kontrastmittel

Ja

Strahlungsbelastung

mittel

Positionierung

Kopfwärts

Lage

Rückenlage

Was ist zu beachten?

Vor der Herzkatheteruntersuchung müssen Patientinnen und Patienten meist einige Stunden nüchtern bleiben. Medikamente, insbesondere blutverdünnende Präparate oder Diabetesmedikamente, sollten vorab mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt abgestimmt werden. Nach der Untersuchung ist je nach Zugangsstelle eine kurze Bettruhe erforderlich, um Nachblutungen zu vermeiden. Das Handgelenk oder die Leistengegend wird anschließend kontrolliert und verbunden. Körperliche Belastung sollte in den ersten Stunden nach der Untersuchung vermieden werden.

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