CRT-Systeme (Cardiac Resynchronization Therapy)

Dr. Katharina Hoffmann
Synchroner Herzschlag für mehr Leistungsfähigkeit
Bei manchen Formen der Herzschwäche schlagen die Herzkammern zeitlich versetzt. Dadurch wird die Pumpleistung des Herzens zusätzlich geschwächt. Ein CRT-System stimuliert beide Herzkammern gezielt und synchronisiert ihre Kontraktion. Dies kann Symptome wie Luftnot und Leistungsabfall deutlich verbessern. Ziel ist eine Stabilisierung der Herzfunktion und eine bessere Lebensqualität.
Bei welchen Indikationen findet der Eingriff statt?
Wie läuft die Vorbereitung auf den Eingriff ab?
Vor der Implantation eines CRT-Systems werden Herzultraschall, EKG und gegebenenfalls weitere Untersuchungen durchgeführt. Blutwerte und Gerinnung werden kontrolliert. Blutverdünnende Medikamente werden individuell angepasst. In einem Aufklärungsgespräch werden Ablauf, Nutzen und Risiken erläutert. Der Eingriff erfolgt in der Regel stationär.
Wie ist der Ablauf des Eingriffs?
Die Implantation eines CRT-Systems erfolgt meist unter örtlicher Betäubung mit Sedierung. Über eine Vene werden Elektroden in den rechten Vorhof, die rechte Herzkammer und über eine Herzvene an die linke Herzkammer vorgeschoben. Das Aggregat wird unter der Haut im Bereich des Schlüsselbeins eingesetzt. Die korrekte Position und Funktion der Elektroden werden überprüft. Anschließend wird die Haut verschlossen.
Dauer
Narkose
Drainagen
Hautfäden
Stationärer Aufenthalt
Postoperativ
Verträglichkeit
Wie läuft die Nachsorge ab?
Regelmäßige kardiologische Kontrollen sind erforderlich, um die optimale Einstellung des CRT-Systems sicherzustellen. In den ersten Wochen sollte der Arm auf der Implantationsseite geschont werden. Die medikamentöse Herzinsuffizienztherapie wird weitergeführt und gegebenenfalls angepasst. Moderne Geräte ermöglichen teilweise telemedizinische Kontrollen. Bei Rötung, Schmerzen oder Fieber sollte ärztlicher Kontakt aufgenommen werden.
Was sind die Risiken des Eingriffs?
Wie bei jedem Eingriff können Blutungen oder Infektionen im Implantationsbereich auftreten. In seltenen Fällen verrutschen Elektroden oder funktionieren nicht optimal. Auch Herzrhythmusstörungen während der Implantation sind selten möglich. Insgesamt ist das Risiko bei sorgfältiger Durchführung gering.