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Neue Spezialsprechstunde für seltene Nierenerkrankungen

06.03.2026
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Seltene Nierenerkrankungen stellen sowohl für Betroffene als auch für behandelnde Ärztinnen und Ärzte häufig eine besondere Herausforderung dar. Viele dieser Erkrankungen sind schwer zu diagnostizieren, verlaufen chronisch und erfordern eine spezialisierte medizinische Betreuung. Um Patientinnen und Patienten mit solchen Krankheitsbildern gezielter unterstützen zu können, hat die Klinik für Nephrologie eine neue Spezialsprechstunde für seltene Nierenerkrankungen eingerichtet.

Das Angebot richtet sich an Menschen mit Verdacht auf seltene nephrologische Erkrankungen, beispielsweise genetisch bedingte Nierenkrankheiten, seltene glomeruläre Erkrankungen oder komplexe Störungen der Nierenfunktion. In der neuen Sprechstunde werden Diagnostik, Therapieplanung und langfristige Betreuung eng miteinander verzahnt.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen des Klinikums, darunter Humangenetik, Radiologie und Immunologie. Moderne diagnostische Verfahren, etwa molekulargenetische Untersuchungen oder spezialisierte Laboranalysen, ermöglichen eine präzisere Einordnung vieler Krankheitsbilder.

„Gerade bei seltenen Erkrankungen ist es wichtig, Expertise zu bündeln und Betroffene frühzeitig in spezialisierten Zentren zu betreuen“, erklärt Prof. Dr. Katharina Stein, Chefärztin der Klinik für Nephrologie. „Mit der neuen Sprechstunde möchten wir Patientinnen und Patienten eine umfassende Diagnostik und eine individuelle Therapieplanung anbieten.“

Neben der medizinischen Betreuung bietet die Sprechstunde auch Beratung zu Langzeittherapien, Verlaufskontrollen und möglichen Studienprogrammen. Ziel ist es, Betroffenen eine langfristige und strukturierte Versorgung zu ermöglichen und gleichzeitig neue Erkenntnisse für die Behandlung seltener Nierenerkrankungen zu gewinnen.